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Pfarreiengemeinschaft St. Laurentius  > Unsere Pfarreien  > St. Barbara, Marienbrunn

Marienbrunn – St. Barbara

Verantwortlich: Pfarrer Hermann Becker

 

Kirche St. Barbara
Gestern - Historischer Rückblick

1251 wird Marienbrunn erstmals nachgewiesen. Politische Zugehörigkeit seit 1500 zu Hafenlohr – selbständig seit 1830/33 – Anschluss an die Stadt Marktheidenfeld mit der Gebietsreform 1975. Kirchliche Zugehörigkeit zu Hafenlohr und damit Filiale der Pfarrei Karbach, von dort aus seit 1336 pastoral betreut. Als 1687 ein Katholik aus Hafenlohr ohne die heiligen Sterbesakramente starb, sprach der Geistliche Rat in Würzburg die Errichtung einer besonderen Pfarrei aus. Johann Mämel wurde am 9. April 1688 der erste Pfarrer in Hafenlohr.

Der Bau einer Kapelle für Marienbrunn im Jahre 1708 geht zurück auf eine Stiftung der „keuschen Jungfrau Maria Barbara Wagner“ aus Hafenlohr, die nach schwerer Erkrankung glücklich wieder genesen war.  Als Kirchenpatronin wurde die heilige Barbara bestimmt.

Nachdem die Kapelle immer wieder baufällig war, wurde 1869 ein kleines Gotteshaus gebaut, dieses in den Jahren 1958/59 und 1965/66 generalsaniert und auf seine heutige Größe erweitert. Ein neuer Alter, der Tabernakel und eine Sakristei wurden errichtet. Das Mahnmal zu Ehren der gefallenen und vermissten Marienbrunner wurde 1967gebaut und der neue Glockenturm mit erweitertem Geläut stammt aus dem Jahr 1970.

Viele Jahre mussten die Marienbrunner ihre Sonn- und Feiertagspflichten in der Pfarrkirche in Hafenlohr erfüllen. Ab 1954 hielt der jeweilige Kaplan von Marktheidenfeld den Sonntagsgottesdienst. Danach wirkten die Kuraten von Windheim, zuletzt der Vielen noch bekannte Alois Engert als Seelsorger in Marienbrunn. Von 1973 bis zum 31. Mai 2007 betreute Pfarrer Willi Kneisel von Hafenlohr aus die Filiale Marienbrunn.

Als Höhepunkte der Ortsgeschichte kann die Visitation des späteren Kardinals Julius Döpfner im Mai 1953 betrachtet werden. Die erste Fronleichnamsprozession in der Geschichte Marienbrunns fand 1955 statt.

Nach 671 Jahren kirchlicher Zusammengehörigkeit mit Hafenlohr und Windheim entschieden sich die Katholiken aus Marienbrunn, der neuen Pfarreiengemeinschaft „St. Laurentius“ beizutreten. Diese wurde zusammen mit Marktheidenfeld und Zimmern am 10. August 2008 offiziell errichtet und eingeweiht.

Friedhof

Viele Jahre mussten die Marienbrunner Gläubigen Ihre Sonn- und Feiertagspflicht in der Kirche in Hafenlohr erfüllen, auch die Verstorbenen der Gemeinde wurden in Hafenlohr beigesetzt. Erst seit 1952 besitzt Marienbrunn einen eigenen Friedhof. Der Platzerwerb und die Initiative für den „Kirchhof“ ging vom damaligen 2. Bürgermeister Ludwig Kunkel (*28.5.1885 +22.2.1952) aus. Dieser sollte auch der erste Marienbrunner Bürger sein der dort beerdigt wurde. In den folgenden Monaten wurden die Mauern, das Tor und das Leichenhaus unter Führung von Bürgermeister Martin Müller errichtet.
Dieser war dann der zweite Ortsbürger, der dort bestattet wurde.

 

Heute

Auch die Kirchengemeinde Marienbrunn ist von der Errichtung der Pfarreiengemeinschaften betroffen. So werden wir seit 1. Juni 2007 von Pfarrer Herrmann Becker, Monsignore Herbig und vom Seelsorge-Team aus Marktheidenfeld mitversorgt, der ortsansässige Diakon Peter Markert übernimmt ebenfalls viele Aufgaben.

In dieser Zeit hat sich vieles verändert.

  • Es wurde beispielsweise hier am Karfreitag 2008 erstmals die Kreuzverehrung unter Leitung von Kaplan Matthias Yagappah zelebriert und das Patrozinium am 4. Dezember ist seither ein Fest, das mit der ganzen Gemeinde gefeiert wird.
     
  • Altersbedingt fand ein fast kompletter Wechsel im Organisten- und Küsterdienst, sowie bei den Blumenschmückern statt.
     
  • Ganz neu ist die große, überwiegend weibliche Ministrantenschar, sowie der Dienst der Lektoren. Die Ministranten, angeleitet von Burkhard Wagner übernahmen in den letzten beiden Jahren das Gestalten der Osterkerze, Sie nehmen seit zwei Jahren in großer Zahl am Marktheidenfelder Ministrantenzeltlager teil. Im Jahr 2009 ist es ihnen gelungen, bei „Kirchenkaffee und Kuchen“ nach der Messe am Ostersonntag den stolzen Betrag von 1.000 Euro zu sammeln und damit den Grundstock für die dringend notwenige Kirchenrenovierung zu legen.
     
  • In der Fastenzeit, im Mai und im Rosenkranzmonat Oktober wird an den Gottesdienstfreien Sonntagen jeweils am Abend eine Andacht abgehalten.
     
  • In Kürze werden mehrere Gemeindemitglieder eine Schulung zu Kommunionhelfern absolvieren, wieder ein Novum in unserer Kirchengemeinde.

Gremien und Gruppen

  • Pfarrgemeinderat und Kichenverwaltung
  • Küster: Reinhard Wolz, Lucia Roth, Martina Lang
  • Lektoren: Dorothee Dosch, Rosemarie Markert, Gudrun Schätzlein, Martina Lang
  • Blumenschmuck: Rosemarie Markert, Amanda Roth, Rita Wolz
  • 2 Organisten
  • 12 Ministranten
  • ... und, und, und – viele dienstbare Geister, die mitarbeiten und sich einbringen!

 

Morgen

  • Wie seit vielen Jahrzehnten wird auch künftig unsere Prozession am Kreuzberg in Marktheidenfeld am Sonntag nach dem 14. September (Fest Kreuzerhöhung) stattfinden – ein wenig erneuert durch das anschließende gemütliche Beisammensein bei Kaffee und Kuchen rund um die Kreuzbergkapelle.
     
  • Ebenso althergebracht, allerdings viele Jahre lang ruhend, ist die Sternprozession an den Bittagen nach Windheim. Diese Tradition lebte hier in Marienbrunn im Jahr 2006 wieder auf und wir werden mit ihr gerne in die Zukunft gehen.
     
  • 1953 stattete Julius Döpfner, damals Bischof von Würzburg unserer kleinen Gemeinde einen Besuch ab. Auch der damalige 1973 amtierende Weihbischof machte hier Station. Die Marienbrunner würden sich freuen, wenn wir anlässlich der diesjährigen Bischofsvisitation den Weihbischof begrüßen dürften.
     
  • Wer die kleine Kirche St. Barbara betritt, sieht – SCHWARZ!
    Nachdem die Orgel vor zwei Jahren aufwändig repariert wurde und wir uns heute wieder an ihrem schönen Klang erfreuen dürfen, bedarf nun das Gebäude samt Heizung und Elektroinstallation einer dringenden Renovierung.

 

Viele Dinge sind bereits geschehen, doch das Leben, auch das Leben einer Kirchengemeine ist immer Veränderung. In absehbarer Zeit findet die Wahl der Pfarrgemeinderäte statt. Es wäre schön, wenn sich noch mehr Mitbürger für die Arbeit in diesem Gremium, oder in irgendeinem anderen Bereich der Kirchengemeinde bereit erklären würden.

Gemeinsam ist alles leichter und jeder ist eine Bereicherung!