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Am Montag den 17.12.2018 um 19.00 Uhr konnte Pastoralassistent Martin Drizizga viele Gläubige zur Lichterfeier in der Kreuzbergkapelle begrüßen. Er freute sich dass sich so viele bei der Dunkelheit auf den Weg gemacht haben. Vor dem Gottesdienst wurde das Friedenslicht aus Betlehem verteilt.

Ansprache von Martin Drizizga
Liebe Schwestern und Brüder,
die O-Antiphonen sprechen in unterschiedlichen Bildern und mit verschiedenen Namen und Titeln von dem, der uns entgegen kommt, der zu uns kommt, als Kind in der Krippe.
Heute wird der Messias, der Kommende, den, den wir erwarten, Christus, als Weisheit angerufen und beschrieben.
Diese Antiphon ruft nach der schöpferischen Weisheit Gottes als dem Lehrer, der Macht hat. Er soll in uns bewirken, dass wir den rechten Weg gehen.

Christus ist die Weisheit, dass dem Vater wesensgleiche Wort. In diesem Wort der Weisheit hat Gott die Welt erschaffen und in ihm erhält er die Welt am Leben. Weil durch Jesus Christus alles entstanden ist, ist die Welt, schon seit ihrem Anbeginn, ganz von ihm erfüllt und wird von seiner Kraft und Milde geordnet.

Das Wort ist Fleisch geworden. Gott hat seine Weisheit schon dem Volk Israel kundgetan. Doch in Jesus Christus kommt das Wort, durch das Gott die Welt erschaffen hat, selbst in diese Welt. Die Weisheit Gottes spricht selbst zu uns und offenbart uns den Weg der Weisheit und der Einsicht. Das menschgewordene Gotteswort führt uns in die Weisheit Gottes ein - die er selbst ist - indem er uns durch sein Leben und durch seine Botschaft zeigt, worauf es ankommt.
Jesus hält uns immer wieder unser Leben, unser Handeln vor Augen. Er zeigt uns in den vielen Gleichnissen auf, was unserer Weisheit oftmal entspricht. Und dabei sehen wir, dass Jesus unser Denken, unser Handeln, unser Tun nicht als positives Vorzeigeobjekt hernimmt. Er nimmt es her, um uns zu kritisieren. Er stellt die Handlungen, die aus der Weisheit des Menschen entspringen, in Frage. Er zeigt uns genau auf, zu was diese Haltung führt. Zu Unfrieden mit mir selbst und mit anderen, zu Hass, Jähzorn, Egoismus, Neid, bis hin zum Krieg.

Jesus ermahnt uns vom Weg unserer Weisheit abzukommen und sich dem Weg der Weisheit Gottes anzuschließen. Der Weisheit, die nicht die Spaltung, nicht den Unfrieden im Menschen und unter den Menchen will, sonder der Weisheit, die Gemeinschaft und Leben fordert und fördert.

Am gestrigen Abend, dem 16. Dezember, wurde vom Würzburger Stift Haug aus das Friedenslicht in die Regionen verteilt. Das Licht von Betlehem möchte uns genau das symbolisch vor Augen stellen. Gott, der im Stall von Betlehem Mensch wurde, ist das Licht der Welt. Er hat in Jesus von Nazareth die menschliche Natur angenommen, um uns an seiner göttlichen Weisheit teilhaben zu lassen. Er will die Menschen icht ins Verderben stürzen lassen. Vielmehr möchte er sie wieder auf dem Weg der Gerechtigkeit und des Friedens wissen. Dazu war es wichtig Mensch zu werden, um im menschlichen Leben eine andere Wirklichkeit, eine andere Weisheit zu bezeugen.
Gott wird jedes Jahr aufs neue Mensch, weil das Licht, das vom Kind in der Krippe ausgeht, noch immer nicht die Welt vollkommen ausleuchten kann. Zu sehr ist der Mensch noch in seiner Weisheit verhaftet.

Der Mensch hat die Wahl, sich für die Weisheit Gottes oder für seine eigene Weisheit zu entscheiden. Wir bitten darum, dass Christus auch in unserem Herzen geboren werde und uns den Weg der Weisheit lehre, damit wir leben, wie es recht ist vor Gott so Drizizga.
Die Friedenslichtaktion 2018 steht in Deutschland unter dem Motto:
„Frieden braucht Vielfalt – zusammen für eine tolerante Gesellschaft"
Es geht um die kleine Flamme, die sich von der Geburtsgrotte Jesu Christi in Betlehem auf den Weg macht, um allen Menschen in der Adventszeit als Zeichen für Frieden und Völkerverständigung zu leuchten.
Allen die das Friedenslicht aus Betlehem entgegennehmen, weitertragen und erhalten soll dabei bewusst werden, dass Frieden auf der Welt nicht durch einen Wettkampf oder alleine, sondern nur als gemeinsame Aufgabe erreicht werden kann.
Bilder Erhard Wiesmann

PS: Die Aktion Friedenslicht gibt es seit 1986. Jedes Jahr entzündet ein Kind das Friedenslicht an der Flamme der Geburtsgrotte Christi in Betlehem.
Im Rahmen einer Lichtstafette wird das Licht in Deutschland
an über 500 Orten an „alle Menschen guten Willens" weitergegeben.

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