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„Herr, öffne du mir die Augen...“ lautete das Motto der 45. Wallfahrt der Pfarreiengemeinschaft Sankt Laurentius am Spessart von Marktheidenfeld nach Mariabuchen. Als Pilger nehmen wir unsere persönlichen Bilder und Ereignisse die jeder in sich trägt mit auf den Weg. Mit Jesus einen neuen Aufbruch einen neuen Anfang wagen, all das hinter sich lassen zu können was einen niederdrückt und klammert, die Bitte um Frieden, das Wort Gottes leben und sich von der Botschaft Gottes leiten und begeistern lassen, waren Thema der Fußwallfahrt von Marktheidenfeld zur Wallfahrtskirche nach Mariabuchen.

Auch diesmal wurde der Gang mit Liedern und Gebeten auf stillen Flur- und Waldwegen in den aufbrechenden Tag hinein zu einem besonderen Natur- und Gemeinschaftserlebnis. Die Wallfahrer waren am Sonntagmorgen um 4 Uhr zu Fuß aufgebrochen. Ihr Weg führte sie über Karbach, Roden und Ansbach zur Rast an der Gertrauden-Kapelle. Bei der letzten Etappe über Waldzell nach Mariabuchen wurden die Lieder von Mitgliedern der Blaskapelle Mühlbach und Urspringen begleitet. Auf der Wegstrecke kamen Wallfahrer hinzu, so dass ca. 60 Pilger von 8 bis 80 Jahre den Wallfahrtsort bei schönstem Wetter erreichten. Einige kamen mit dem Fahrrad oder mit dem Auto, um an der Pilgermesse um 9.30 Uhr in Mariabuchen teilzunehmen. Gleichzeitig kam noch eine Wallfahrergruppe aus Stetten mit ihrer Kapelle an. Pfarrer Hermann Becker, der die Pilger zu Fuß begleitet hatte, hielt den Gottesdienst am Wallfahrtsort. Er predigte: “Worauf haben wir uns eingelassen, wenn wir zu Christus gehören wollen, wenn wir zum Gottesdienst kommen, beten, ein Kreuz tragen und christliche Werte pflegen. Wir bitten Gott um einen klaren Blick- auf die Welt, auf unser Zusammenleben, auf die Schönheit der Natur, auf so vieles, vor dem wir sonst die Augen verschließen, was noch uns Verborgen ist, weil es ein Geheimnis ist und bleibt. Die Nachfolge Jesu, das Christ-sein, will uns ja nie von unserem ur-eigenen Weg abbringen,sondern kann gerade der Weg sein, wie ich zu mir selbst finde, wie ich meine Begabungen entdecke und fördern kann, um sie in die Gemeinschaft einzubringen. Zur Freiheit hat uns Christus berufen- zu einem neuen Umgang mit dem Gesetz: den Nächsten lieben wie sich selbst, so Becker.
Dank auch an Wallfahrtsführer Edgar Roos, die Feuerwehr Marktheidenfeld und an das Rote Kreuz welche den Pilgerweg abgesichert haben.

Text und Bilder: Erhard Wiesmann

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