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Der neue Zugang von der Ortsmitte zur Festwiese am Main über den ‚Schwabs-Graben‘ nimmt Formen an; aber da die Fertigstellung noch aussteht, wurde das traditionelle Johannisfeuer in ganz eigenem Rahmen durchgeführt:

Am Samstag, 29. Juni, eröffnete die Pfarrgemeinde die Feierlichkeiten um 17.30 Uhr mit einem Wort-Gottes-Dienst, den Pastoralassistent Martin Drzizga insbesondere für die Jugend des Dorfes zelebrierte. Erfrischend und mitreißend wurde der Gottesdienst von der Jugendband „La Speranza“ musikalisch umrahmt.

Im Mittelpunkt standen die Heiligen des Tages, Petrus und Paulus. Näher brachte Martin Drzizga den Zuhörern diese bedeutenden Glaubenszeugen durch eine Reihe von Symbolen, die jedes Mal einen neuen Aspekt aus dem Leben der Heiligen versinnbildlichten: Für Petrus wurden unter anderem der Hahn für die dreimalige Verleugnung Jesu und der Stein für den Felsen, auf den Jesus seine Kirche bauen würde, durch die Ministranten vorgestellt und dann zum Altar gebracht. Bei Paulus waren es zum Beispiel die Augenbinde, die die Blindheit vor und bei seiner Berufung symbolisiert, und das Schwert, das als Zeichen für seine Überzeugungskraft, aber auch seinen Tod diente.

In seiner Ansprache verknüpfte der Pastoralassistent die besondere Freundschaft zwischen den beiden Heiligen und Jesus mit der Lebenswelt der Kinder und Jugendlichen. Tiefe Freundschaften erwachsen auch heute auf ganz eigenen und nicht immer geraden Wegen. Sie werden bisweilen auf die Probe gestellt oder können zwischen Menschen entstehen, die es sich zuvor überhaupt nicht haben vorstellen können.

Auf ein besonderes Zeichen ließen sich die Gottesdienstbesucher in Erinnerung an die Taufe ein: Die Ministranten gingen mit einem Schälchen Osterwasser durch die Reihen. Martin Drzizga ermunterte die Anwesenden, jeweils die Stirn des Banknachbarn mit dem Kreuz zu bezeichnen.
Auch der Friedensgruß wurde in der Wort-Gottes-Feier auf ganz eigene Weise weitergegeben. Die Jüngsten der Feier schickte der Pastoralassistent vom Altar zu den Gottesdienstbesuchern, um den Frieden Gottes an die Anwesenden weiterzugeben.

Mit dem einen und anderen Lied verabschiedeten die Bandmitglieder von „La Speranza“ die Anwesenden aus der Pfarrkirche. Auf dem Kirchplatz luden Kirchenverwaltung und Ortsteam alle zum Verweilen ein. Mit der Zeit und dem sich ausbreitenden Schatten (!) füllten sich die Tische und Bänke.
Da das Johannisfeuer in der gewohnten Form auf dem Kirchplatz natürlich nicht möglich war, wurde es in einer Feuerschale entzündet. Das eröffnete dann auch ganz andere Möglichkeiten: Neben dem Waffelverkauf, den die Ministranten jedes Mal an diesem Fest durchführen, boten sie auch an, Stockbrot über dem Feuer knusprig zu backen.

Bis in die späteren Abendstunden nutzten zahlreiche Festbesucher das gemütliche Beisammensein.

Text und Bilder: Wolfgang Schmitt

 

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