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Mit einem Festgottesdienst feierte die katholische Kirchengemeinde Marktheidenfeld zusammen mit der Pfarreiengemeinschaft Sankt Laurentius am Spessart am Sonntag das Patrozinium der Pfarrkirche St. Laurentius. Der Märtyrer Laurentius, dessen Gedenktag jährlich am 10. August begangen wird, gilt unter anderem als Patron der Armen und ist Namensgeber für die Marktheidenfelder Laurenzi - Messe.

Dekan Hermann Becker konnte im Schatten der Laurentiuskirche bei weit geöffneten Türen vor „Klein Laurentius“ auf der Obertorstraße viele Gottesdienstbesucher begrüßen. Er sagte: Gott wohnt in den Straßen, Geschäften und Wohnungen. Wo er eingelassen wird, da will er mit seiner Liebe und Fürsorge für uns da sein. Der Gottesdienst wurde von der Katholischen Kantorei unter Leitung von Hermann Grollmann musikalisch umrahmt. Als Konzelebranten standen Pater Jacob und Pfarrer Martin mit am Altar. In seiner Predigt sagte Becker: Wo bleiben Respekt und Toleranz? Wie können diese Werte so vielfach verschwinden, und das Zusammenleben schwieriger machen?! „Wer kärglich sät, wird kärglich ernten, und wer viel sät, wird viel ernten“, schreibt Paulus an die Gemeinde in Korinth.
Ich will die Frage auf uns beziehen: was säen wir? was streuen wir reichlich aus - in unserer Stadt, in der Gesellschaft, in der Kirche?
Finanziell helfen wir und helfen die Kirchen in Deutschland viel, sie unterstützen Entwicklungsprojekte in der ganzen Welt. Da geschieht viel Gutes!. Laurentius musste sein Leben nicht festhalten, sondern konnte es hergeben, weil er an die Auferstehung glaubte, weil er darauf setzte, dass Gott ihn halten würde, auch wenn er sterben musste. In seiner Nachfolge lasst uns entschieden für das Gute eintreten, für Vertrauen, Achtung, Toleranz und Respekt. Hier im Gottesdienst sollte uns das leicht fallen. Üben wir es auch vorne im Festzelt.
Und vergessen wir dabei nicht, fröhlich und gelassen zu bleiben und den Humor zu bewahren, wie es von unserem Patron in der Legende berichtet wird, als er auf dem Rost gebraten wurde, so Becker.
Als das St.-Laurentius-Lied verklungen war, formierten sich die Kirchenbesucher in der Obertorstraße zu einem Festzug und zogen zum Frühschoppen in das Festzelt der Laurenzi-Messe.

Text und Bilder: Erhard Wiesmann

 

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