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Ein Weihnachtsfest ohne Weihnachtskrippe, dass geht nicht. Doch wie kam eigentlich die Krippe zum Kind? Oder genauer gefragt: wie kam die Krippe in die Kirchen und Wohnzimmer?

Dieser Frage gingen die Besucher der Kinderkrippenfeier in der St. Josef Kirche nach. Neben dem Kinde Jesu, ohne welches es das Weihnachtsfest nicht geben würde, stand noch eine weitere Person im Zentrum des Krippenspiels: der Heilige Franziskus von Assisi. 

Der Heilige Franz gilt als Begründer der Weihnachtskrippe. Am Weihnachtsabend des Jahres 1223 wollte er den Menschen des Städtchens Greccio veranschaulichen, wovon die Kirche an diesem Abend spricht. Er wollte den Menschen erfahrbar machen, wie es wohl mit der Geburt Gottes, im Kinde Jesu war. Deshalb führte er die Bewohner in einen Stall oberhalb der Stadt, indem Ochs und Esel warteten. So feierten die Bewohner Greccios mit dem Heiligen Franziskus die Heilige Messe im lebendigen Stall und die Weihnachtskrippe war somit geboren. 

Diese Begebenheit stellten 17 junge Akteure feierlich zur Freude der Gottesdienstgemeinde und zur Ehre Gottes dar. 

Papst Franziskus charakterisiert die Funktion der Krippe in seinem Schreiben über die Bedeutung und den Wert der Weihnachtskrippe, Admirabile signum, wie folgt: Die Krippe "weckt immer wieder neu Staunen und Verwunderung [hervor]. Das Ereignis der Geburt Jesu darzustellen bedeutet, das Geheimnis der Menschwerdung des Sohnes Gottes mit Einfachheit und Freude zu verkünden. Die Krippe ist in der Tat wie ein lebendiges Evangelium, das aus den Seiten der Heiligen Schrift hervortritt“ (AS, 1).

Bilder: Anja Nees
Text: Martin Drzizga

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